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Plexus brachialis

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Der Plexus brachialis wird aus den ventralen Wurzeln C5 bis Th1 gebildet, wobei geringe Anteile auch aus C4 und Th2 stammen. Der 5. und 6. Zervikalnerv vereinigen sich und bilden den Truncus superior, der in seinem weiteren Verlauf zum Hauptbestandteil des Fasciculus lateralis wird. Der 7. Zervikalnerv wird zum Truncus medius und bildet mit seinen dorsalen Anteilen zusammen mit den dorsalen Anteilen des Truncus superior und inferior später den Fasciculus posterior. Schließlich bildet die Vereinigung aus dem 8. Zervikalnerv und dem 1. Thorakalnerv den Truncus inferior, der mit Teilen des Truncus medius zum Fasciculus medialis wird.Der Plexus brachialis tritt relativ oberflächennah zwischen M. scalenus anterior und M. scalenus medius durch die hintere Skalenuslücke. Kurz darauf entlässt er den, für die Versorgung des Schultergelenks wesentlichen  N. suprascapularis aus dem Truncus superior nach dorsal. Es folgt die Durchmischung (Divisiones) der Trunci und die anschließende Formation in die einzelnen Faszikel wenig oberhalb der Clavicula. 

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Die A. axillaris wird auf ihrem Weg unterhalb des Schlüsselbeines in Richtung Achselhöhle von den Faszikeln in einer gemeinsamen Hülle begleitet. Diese Gefäß-Nerven-Scheide soll von der tiefen Halsfaszie bis zur Axilla bestehen. Noch bevor die Axilla erreicht ist, erfolgt die Aufteilung des Plexus in den
•    N. musculocutaneus aus dem lateralen Faszikel
•    N. medianus aus dem lateralen und medialen Faszikel
•    N. ulnaris aus dem medialen Faszikel
•    N. radialis, N. axillaris und N. circumflexus humeri aus dem posterioren Faszikel

Eine variierende Septierung innerhalb der gemeinsamen Hülle soll für die unterschiedliche Erreichbarkeit der einzelnen Nerven bei der Anästhesie verantwortlich sein. Sowohl diese Septierung als auch die funktionelle Existenz der gemeinsamen Faszienhülle werden diskutiert, doch zeigen Praxis und eine Reihe von Untersuchungen, dass es eine anatomische Basis für Techniken mit einer Einzelinjektion geben muss. Unsere eigenen Untersuchungen an der Leiche zeigten keinen gemeinsamen „Schlauch“, wohl aber eine filigrane, wabenförmige, sicher leicht durchdringbare Septierung.

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Sensibles Versorgungsgebiet

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