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Technik der Nervenstimulation

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Periphere Nerven bestehen aus vielen tausend Nervenfasern; sie führen – teils gemischt, teils getrennt – sensible und motorische Fasern des somatischen wie des vegetativen Nervensystems. Stromimpulse, die auf einen Nerven treffen, lösen bei Überschreiten einer bestimmten Schwellenreizstromstärke (Rheobase) eine Depolarisation der Nervenmembran aus und bewirken so eine Erregungsfortleitung. Enthält dieser Nerv motorische Fasern, so führen die Stromimpulse zu Muskelkontraktionen im zugehörigen Muskel, an sensiblen Fasern bewirken sie Parästhesien im zugehörigen Versorgungsgebiet. Diese Tatsache macht sich die elektrische Nervenstimulation bei der peripheren Regionalanästhesie zu Nutze.

 

Physiologie

Nervenfasern lassen sich in Klassen einteilen. Sie unterscheiden sich in Myelinisierung, Leitgeschwindigkeit, Kennzeit (Chronaxie) und Funktion. Die Kennzeit, die Zeit, die ein Strom von doppelter Rheobasenstärke fließen muss, um eine Depolarisation der Nervenmembran auszulösen, gibt einen Hinweis auf die Stimulierbarkeit der unterschiedlichen Nervenfasern durch elektrischen Strom. Ist die Zeitdauer des Strom-impulses (Impulsbreite) im Bereich der Kennzeit, so werden selektiv motorische oder sensible Fasern gereizt.

 nervenstimulation physiologie