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Vorgehen

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  • Funktionstest des Nervenstimulators. 
  • Hautdesinfektion, Hautquaddel und ggf. Stichkanalinfiltration. Bei oberflächlich liegenden Nerven (z. B. Plexus brachialis, N. femoralis) sollte die Punktionsstelle zurückhaltend infiltriert werden, um den Stimulationserfolg nicht durch vorzeitige Teilblockade zu schmälern. 
  • Konnektion von Injektionsleitung mit Glukose 5% Spritze, Durchspülen der Injektionsleitung und Kanüle, Konnektion der Stromleitung, Verbindung zur Neutralelektrode herstellen. 
  • Mit der Stimulationskanüle bis ins subkutane Gewebe punktieren. 
  • Gerät einschalten und Impulsbreite (0,1 ms bei gemischten Nerven), Frequenz (2 Hz) und Stromstärke (1 mA) einstellen. Überprüfung, ob eingestellter Strom mit dem tatsächlich fließenden Strom übereinstimmt. Bei deutlicher Abweichung sollten Elektrode und Gerät erneut überprüft werden. 
  • Vorschieben der Stimulationskanüle in Richtung Nerv, bis Muskelkontraktionen im gewünschten Kennmuskel auftreten. Unter Beobachtung der Stimulationsantwort wird die Stromstärke schrittweise reduziert, bis die Schwellenstromstärke (>0,2<0,3 mA) erreicht ist und noch Kontraktionen sichtbar sind. Zum Ausschluss einer zu nahen Kanülenposition wird die Amplitude weiter reduziert, bis die muskuläre Antwort erlischt. Sollte unter 0,2 mA noch eine Reizantwort vorliegen, muss die Kanüle ein wenig zurückgezogen werden. Wichtig ist das koordinierte Zusammenspiel von Anästhesist und Assistenzperson: Nur einer von beiden darf Änderungen vornehmen: entweder der Anästhesist die Position seiner Stimulationskanüle oder der Assistent die Stromstärke. 
  • Sind bei der Schwellenstromstärke noch die gewünschten Muskelkontraktionen sichtbar, wird nach negativem Aspirationstest das Lokalanästhetikum injiziert. 
  • Nach den ersten 10 ml Lokalanästhetikum erhöht man die Stromstärke wieder auf 1,0 mA. Dadurch kann eine versehentlich intravasale Lage eventuell erkannt werden. Bei intravasaler Lage wird das Lokalanästhetikum rasch weggespült, und eine Erhöhung der Stromstärke würde zu erneuten Muskelkontraktionen führen. Während der gesamten Injektion sind wiederholte Aspirationskontrollen vorzunehmen. 
  • Bei der Kathetertechnik empfiehlt sich eine Vorpunktion mit einer Stahlkanüle oder Lanzette, um ein problemloses Passieren der feinen Teflonhülse durch die Haut zu gewährleisten. Wir spritzen üblicherweise die gesamte Dosis über die Stimulationskanüle. Dadurch weitet sich der Bindegewebsraum, der den Nerven umgibt, und der Katheter lässt sich leichter platzieren. Das Kapillar wird bei fixierter Stimulationskanüle im Uhrzeigersinn aus der Schraubverbindung gelöst und die Kanüle anschließend entfernt.