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Sonographie

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Seit etwa 20 Jahren hat die Sonographie auch auf dem Feld der Regionalanästhesie Einzug gehalten und erfreut sich hier eines regen Interesses. Die Häufigkeit der klinischen Anwendung entwickelt sich exponentiell – wie auch die Anzahl an Publikationen zu diesem Themengebiet.Seit etwa 20 Jahren hat die Sonographie auch auf dem Feld der Regionalanästhesie Einzug gehalten und erfreut sich hier eines regen Interesses. Die Häufigkeit der klinischen Anwendung entwickelt sich exponentiell – wie auch die Anzahl an Publikationen zu diesem Themengebiet. Möglich machten diese Entwicklung in erster Linie technische Verbesserungen im Bereich der Ultraschallgeräte, die mit Hilfe hochfrequenter, verzerrungsarmer Schallköpfe ein sehr detailliertes Abbild oberflächlich gelegener Strukturen liefern können.

 

Physikalische Grundlagen

Ausgangspunkt der Entwicklung hin zu in der Medizin nutzbaren Ultraschallgeräten, war die Entdeckung des sog. piezoelektrischen Effekts und dessen Umkehrung durch die Gebrüder Jacques und Pierre Curie Ende des 19. Jahrhunderts. Stark vereinfacht ausgedrückt beruht die Erzeugung von Ultraschallwellen auf der elektrischen Anregung bestimmter piezoelektrischer Kristalle, die im Rahmen der so in ihnen ausgelösten Oszillationen Ultraschallwellen aussenden (umgekehrter piezoelektrischer Effekt).
Diese Wellen durchlaufen den Körper und unterliegen dabei diversen physikalischen Phänomen wie Brechung, Absorption, Streuung und Reflexion.
Nur die reflektierten, sprich die wieder auf den Schallkopf auftreffenden Wellen, lassen sich für die Bildgebung nutzbar machen. Sie führen in den Piezokristallen zu mechanisch bedingten Spannungsänderungen, die letztlich in ein Bild umgerechnet werden.

 

Die Ultraschallgeräte

sonositeWie bereits eingangs erwähnt, wurde die vermehrte Anwendung des Ultraschalls zur Anlage von Regionalblockaden erst durch die Einführung von sog. Hochfrequenz-Schallköpfen vorangetrieben. Diese liefern Schallwellen in einer Frequenzbreite zwischen ca. 8 und 20 MHz und können so oberflächlich gelegene Strukturen sehr detailgetreu abbilden. Diesen Vorteil erkauft man sich im Vergleich zu den Schallköpfen mit niederer Frequenz (< 5 MHz) durch eine relativ geringe Eindringtiefe von nur wenigen Zentimetern. Glücklicherweise liegen die meisten relevanten Nerven oder Plexusanteile nahe der Körperoberfläche. Seitens der Industrie wurde mit Erfolg versucht die modernen Geräte an die Erfordernisse im perioperativen Umfeld anzupassen. Dies bedeutet eine Tendenz hin zu schnell startbaren, einfach zu bedienenden, kompakten und damit mobilen Geräten. Die Be- schränkung in der Größe sowie eine Limitierung der Einstellparameter geht dabei inzwischen nicht mehr zu Lasten der Bildqualität.