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Axilläre Blockade

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Die klassische axilläre Blockade des Plexus brachialis erfolgt in einem Bereich, in dem sich aus den Faszikeln bereits die peripheren Nerven des Arms gebildet haben. Die Nn. axillaris und musculocutaneus (der die Fasern des N. cutaneus antebrachii lateralis führt) verlassen den Plexus oberhalb der Punktionsstelle, so dass am lateralen Oberarm und Unterarm Lücken möglich sind. Wegen der einfachen und komplikationsarmen Punktionstechnik ist dieses Verfahren trotzdem weit verbreitet.  

Anatomische Leitstrukturen

Axilla, A. axillaris, Sulcus bicipitalis medialis, M. pectoralis maior, M. coracobrachialis

Axillaer Leitstruktur

Blockadetechnik

Der Patient liegt auf dem Rücken. Der zu betäubende Arm wird maximal 90° abduziert und sollte locker auf einer Unterlage (z. B. Armtisch) aufliegen.
Dorsal vom Sulcus bicipitalis medialis ist die A. axillaris in ihrem Verlauf am medialen Oberarm zu tasten. Der Punktionsort liegt etwas oberhalb der A. axillaris, möglichst hoch in der Axilla und knapp unterhalb des M. pectoralis minor, der die Axilla nach ventral begrenzt.
Nach Desinfektion und Lokalanästhesie der Einstichstelle mit Mepivacain 1% wird mit der Stimulationskanüle  in einem Winkel von etwa 30° zur Haut parallel zur A. axillaris eingestochen. Es werden Kontraktionen im Bereich des N. medianus oder besser noch des N. radialis aufgesucht und nach Erreichen der Schwellenstromstärke 40–50 ml des Lokalanästhetikums gespritzt. Keinesfalls sollte bei Stimulation des N. musculocutaneus injiziert werden, da er auf dieser Höhe das Gefäß-Nerven-Bündel bereits verlassen hat und im M. coracobrachialis verläuft.