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Sonographisch geführte axilläre Blockade

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Durch Verwendung des Ultraschalls gelingt es in aller Regel gut die 4 Hauptnerven zu visualisieren. Durch Verwendung des Ultraschalls gelingt es nun in aller Regel gut die 4 Hauptnerven zu visualisieren und im Anschluss mit LA zu umspülen. Nicht ohne Grund kann man in diesem Bereich eher von einer Einzelnerven- als von einer Plexusblockade sprechen. Als anatomische Leitstrukturen dienen die Art. und V. axillaris sowie die Faszie des m. triceps brachii. Auffallend ist die enorme anatomische Variabilität von Nerven und Blutgefässen in dieser Region.

 

Durchführung

AxillaerDie US-gestützte axilläre Blockade lässt sich in der Kurz- und Langachsentechnik durchführen. Wir empfehlen mittlerweile den Zugang in der langen Achse. Die Lagerung des Armes unterscheidet sich nicht von derjenigen der konventionellen Technik, sprich einer Abduktion des Armes in der Schulter um ca. 90 Grad. Der Schallkopf wird möglichst nahe der Axilla quer zum Verlauf der Nerven und Gefäße aufgesetzt. Um die (pulsierende) Arterie herum lassen sich der N. medianus kranial, sowie der N. ulnaris kaudal des Gefäßes relativ gut darstellen. Schwierigkeiten bereitet gelegentlich der N. radialis dorsal der Arterie. Der N. musculocutaneus findet sich meist schon relativ weit entfernt als charakteristisches hyperdenses „Auge“ im Bereich des m. coracobrachialis, kann aber auf Grund seines prominenten Erscheinungsbildes leicht detektiert und umspritzt werden.
In der Praxis erfolgt die Punktion in der Schallebene von kranial zunächst auf den N. medianus zu, der mit ca. 5 ml LA umspült wird. Dadurch wird der Weg zum N. ulnaris „freigespült“, der dann ebenfalls mit weiteren 5 ml LA bedacht wird. Nun zieht man die Nadel ein wenig zurück und platziert sie neu dorsal der Arterie im Bereich des N. radialis. Dieser wird häufig erst nach Applikation eines weiteren Bolus an LA deutlicher sichtbar. Den Schluss bildet die Blockade des N. musculocutaneus. Insgesamt sollten 20 ml LA für die Blockade der 4 Einzelnerven ausreichend sein.

 

Sono-anatomische Leitstrukturen

A. und V. axillaris, M. latissimus dorsi

Axillaer Sono-Leitstruktur