Toggle

Anteriorer Zugang (nach Meier)

Drucken

Die interskalenäre Blockade ist eine Modifikation der von Winnie (1970) beschriebenen Technik. Die klassische Technik nach Winnie geht von der hinteren Skalenuslücke auf Höhe des Cricoids aus. Die Stichrichtung weist nach medial, dorsal und kaudal. Die modifizierte Technik geht vom Hinterrand des M. sternocleidomastoideus auf Höhe der Incisura thyroidea superior aus. Die Punktion weist nach kaudal und diskret nach dorsal, primär tangential zur Haut. Als Zielvorgabe kann der Punktionsort der vertikal infraklavikulären Blockade (s. 2.2.) dienen.Zwei Gründe sprechen für die modifizierte Technik: Geringeres Risiko für Gefäßpunktion (A. vertebralis) oder hoher Spinal- bzw. Periduralanästhesie und günstigere Voraussetzungen, einen Katheter für die kontinuierliche Technik anzulegen. Aus diesen Gründen hat in unserer Klinik die modifizierte Technik die klassische interskalenäre Blockade nach Winnie abgelöst.

 

Video

 

Anatomische Leitstrukturen

Incisura thyroidea superior, M. sternocleidomastoideus (hintere Skalenuslücke)

interskalene leitstruktur

 

Die modifizierte Technik geht vom Hinterrand des M. sternocleidomastoideus auf Höhe der Incisura thyroidea superior aus. Die Punktion weist nach kaudal und diskret nach dorsal, primär tangential zur Haut. Als Zielvorgabe kann der Punktionsort der vertikal infraklavikulären Blockade (s. 2.2.) dienen. Zwei Gründe sprechen für die modifizierte Technik: Geringeres Risiko für Gefäßpunktion (A. vertebralis) oder hoher Spinal- bzw. Periduralanästhesie und günstigere Voraussetzungen, einen Katheter für die kontinuierliche Technik anzulegen. Aus diesen Gründen hat in unserer Klinik die modifizierte Technik die klassische interskalenäre Blockade nach Winnie abgelöst.

 

Blockadetechnik

Der Patient befindet sich in Rückenlage (kein Kissen!), der zu blockierende Arm liegt bequem am Körper an. Der Kopf wird leicht auf die Gegenseite gedreht, durch kurzes Abheben von der Unterlage kann der Hinterrand des M. sternocleidomastoideus leichter identifiziert werden. Die Einstichstelle befindet sich in Höhe der Incisura thyroidea superior am Hinterrand des M. sternocleidomastoideus. Die relativ häufig in diesem Gebiet verlaufende V. jugularis externa ist zu schonen. Die Stichrichtung verläuft kaudal, allenfalls diskret dorsal in Körperachse. Nach 3–4 cm erreicht man den Truncus superior bzw. Anteile des Fasciculus lateralis sichtbar durch Kontraktionen im Bereich des M. biceps brachii (N. musculocutaneus). Nach Erreichen der Schwellenstromstärke (0,2–0,3 mA) wird das Lokalanästhetikum injiziert.