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Sonographisch geführte interskalinäre Blockade

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Die Lagerung des Patienten zur Blockanlage entspricht im Wesentlichen der zur konventionellen Technik nach Meier. Die Identifikation der maßgeblichen Strukturen gelingt am einfachsten aus der supraklavikulären Einstellung des Plexus brachialis (s. dort) heraus. Nach Identifikation der Art. subclavia, die dorsolateral halbmond- oder auch traubenförmig von den Anteilen des Plexus brachialis umlagert wird, schwenkt man den Schallkopf kranialwärts und beobachtet dabei im Bild die Umorganisation der supraklavikulären Trunci bzw. Faszikel zurück in die zervikalen Wurzeln des Plexus. Dabei schmiegen sich klassischerweise zumindest C5-C7 gut erkennbar zu einer hypodensen „Perlenkette“ zwischen die Mm. scaleni ant. et med.


Durchführung

In unserer Abteilung wird die interskalenäre Blockade zumeist als kontinuierliches Verfahren angelegt, wobei ein Katheter idealerweise tangential an die Nervenwurzeln herangeführt werden soll. Die Punktion erfolgt aus diesem Grund in der kurzen Achse, wobei darauf zu achten ist, die Nervenwurzeln nicht direkt mit der Punktionsnadel zu tangieren. Entscheidend ist die Applikation bzw. Verteilung des LA um die o.g. „Perlenkette“ herum.

N.B.: Diese Blockade zeichnet  sich durch eine extrem schnelle Anschlagszeit von wenigen Minuten bis zur chirurgischen Toleranz aus.

 

interscalene sono

 

Sono-anatomische Leitstrukturen

M. sternocleidomastoideus, Mm. scaleni anterior und medius, Nervenwurzeln des plexus brachialis 

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