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Posteriorer Zugang (nach Pippa)

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Eine Alternative zum anterioren Zugangsweg stellt der posteriore Zugang dar. Der Punktionsort befindet sich am Nacken auf Höhe von C6/C7 und zielt von dorsal auf die Skalenuslücke. Kappis beschrieb 1912 erstmals diese Technik, die dann allerdings wieder in Vergessenheit geriet. 1990 griff Pippa den posterioren Interskalenus-Block wieder auf; er benutzte zur Lokalisation noch die Loss-of-Resistance-Technik. Durch konsequenten Einsatz der elektrischen Nervenstimulation gewann dieser Zugangsweg in den letzten Jahren eine gewisse Bedeutung, wenngleich die Häufigkeit der Anwendung sicherlich deutlich hinter die der anterioren Blockade zurücktritt.

Anatomische Leitstrukturen

Processus spinosus C7 (vertebra prominens), Hinterrand M. sternocleidomastoideus, Cricoid

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Blockadetechnik

Der Patient ist in Seitenlage, der Kopf ist auf einem Kissen achsengerecht gelagert, die Halswirbelsäule kyphosiert. Eine Punktion in sitzender Position ist ebenfalls möglich. Der Dornfortsatz des siebten Halswirbels (Vertebra prominens) ist in der Regel gut zu tasten. Markiert wird die Mitte zwischen dem Processus spinosus des sechsten und dem des siebten Halswirbels. Der Punktionsort befindet sich drei Zentimeter lateral von diesem Punkt. Die Punktion erfolgt mit 5 bis 10 Grad nach lateral, in etwa auf den gut zu palpierenden Hinterrand des M. sternocleidomastoideus in Höhe des Cricoids zu. Wird der Processus tranversus des 7. HWK erreicht, erfolgt die Korrektur der Stichrichtung geringfügig nach kranial, bis nach weiteren 1 bis 2 cm der Truncus superior (C5/C6) erreicht ist, was durch Kontraktionen des M. biceps brachii sichtbar wird.

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