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Supraklavikuläre Plexusblockade

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Vorbemerkung

Mit der zunehmenden Verbreitung moderner Ultraschallgeräte im Rahmen der peripheren Regionalanästhesie hat insbesondere die supraklavikuläre Blockade eine Renaissance im europäischen Sprachraum erlebt. Dies liegt zum einen an der überzeugenden Blockadequalität, v.a. aber am gleichzeitig dramatisch gesunkenen Risikoprofil dieses Verfahrens unter direkter Visualisierung delikater Strukturen wie Pleura und Art. subclavia.

Bei der Anlage einer supraklavikulären Plexusblockade dient das Schlüsselbein als „Lineal“ für den Schallkopf. Wird dieser am Hinterrand des Ansatzes des m. sternocleidomastoideus in Richtung Thorax bzw. Mediastinum geschwenkt, bietet sich dem Betrachter meist ein charakteristischer Querschnitt durch den Plexus brachialis mit den ihn umgebenden Strukturen. Dabei bilden sich die Plexusanteile - auf dieser Höhe die Übergänge der Trunci in die Faszikel – als traubenförmiges Gebilde dorsolateral der Art. subclavia ab. Unmittelbar unterhalb des Gefäßes imponiert die 1. Rippe als hyperechogene (weiße) Linie mit dorsaler Schallauslöschung. Stufenartig davon abgesetzt ist die Pleura ebenfalls als feine weiße Linie erkenn- und deshalb bei der Punktion vermeidbar.

 

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