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Distale Ischiadicus-Blockaden

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Sie erreichen den N. ischiadicus in einem Bereich, in der die Nn. tibialis und peronaeus noch räumlich so dicht beieinander verlaufen, dass sie mit einer Punktion sicher erreicht werden.

Distaler lateraler Zugang

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Anatomische Leitstrukturen

Patellaoberrand, M. vastus lateralis, Caput longum des M. biceps femoris

distal lateral1

Sonograpisch geführte lateral distale Ischiadicus-Blockade

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Wie bereits bei der proximal subglutealen Technik der Ischiadikusblockade beschrieben, findet auch bei der distalen Form der Blockade dieses Nerven eine Hochlagerung des Unterschenkels des Patienten statt. (s. Bild) Der N. ischiadicus bzw. seine Endäste (N. peronaeus et N. tibialis) sind Kniekehlen-nah an der Dorsalseite des distalen Oberschenkels gut darstellbar. Anatomische Leitstruktur ist der mediale Rand des langen Kopfes des m. biceps femoris. Der Nerv wird von dorsal im Querschnitt angeschallt. Sollte er bereits getrennt vorliegen, lässt er sich in der Regel durch eine Verschiebung des Schallkopfes nach proximal bis zur Bifurkation verfolgen.

Video

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Distal dorsaler Zugang

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Anatomische Leitstrukturen

Fossa poplitea zwischen M. semitendinosus und M. biceps femoris, Epicondylus femoris medialis und lateralis, A. poplitea

distal dorsal1

 

Blockadetechnik

Der Patient ist entweder in Bauchlage oder er wird auf die nicht zu blockierende Seite gelagert. Das obere Bein muss dann weitgehend gestreckt liegen. In dieser Lagerung wird zunächst die Fossa poplitea identifiziert. Sie wird medial vom M. semitendinosus und lateral vom M. biceps femoris begrenzt. Ein gleichschenkliges Dreieck zwischen medialem und lateralem Femurepikondylus mit Spitze nach kranial hilft, die Medianlinie durch die Kniekehle zu finden. Der Punktionsort befindet sich fünf bis acht Zentimeter kranial der Dreiecksbasis und etwa einen Zentimeter lateral der Medianlinie. Ist die A. poplitea zu tasten, befindet sich der Punktionsort circa einen Zentimeter lateral der Arterie.

Nach Desinfektion und Infiltration der Punktionsstelle wird die Stimulationsnadel im flachen Winkel zur Haut (ca. 30°) nach kranial vorgeschoben; in drei bis fünf Zentimetern Tiefe werden Muskelkontraktionen im Versorgungsgebiet des N. peronaeus (Fußheber) oder des N. tibialis (Fußsenker) ausgelöst.

Indikationen / Kontraindikationen / Nebenwirkungen

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