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Distaler lateraler Zugang

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Anatomische Leitstrukturen

Patellaoberrand, M. vastus lateralis, Caput longum des M. biceps femoris

distal lateral1

Blockadetechnik

Diese Technik erlaubt die Blockade des N. ischiadicus kurz oberhalb der Bifurkation ohne aufwändiges Lagern. Der Patient befindet sich in Rückenlage, Bein in Neutral-Null-Position, der Unterschenkel ist distal unterlegt, sodass das Knie „durchhängt“. Etwa 5 cm (3 bis 8) oberhalb der Patella wird lateral die Loge zwischen M. vastus lateralis und dem sehnigen Anteil des M. biceps femoris ertastet und markiert. Zur Punktion genügt meist eine Kanülenlänge von 50 mm. Die Stichrichtung weist 30 Grad nach dorsal und 5 bis 10 Grad nach kranial. Die Stimulationsantwort kommt wiederum aus tibial oder peronäal innervierter Muskulatur am Unterschenkel und/oder Fuß. Bei Erreichen der Schwellenstromstärke werden 30 bis 50 ml LA appliziert. Im Vergleich zu den proximalen Ischiadicus-Blockaden ist die Anschlagzeit mit 20 bis 40 min deutlich länger. Ein Schmerzkatheter lässt sich einfach positionieren. Unter Umständen hilfreich zur Lokalisation der Muskelloge ist das aktive Anspannen der ventralen und dorsalen Oberschenkelmuskulatur gegen Widerstand. Ein häufiger Fehler ist, dass viel zu ventral und zu tief nach dem Nerven gesucht wird; (er ist immer oberflächlicher und dorsaler als man denkt).