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Obturatorius-Blockade

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Anatomische Leitstrukturen

Proximaler Sehnenansatz des M. adductor longus, A. femoralis, Spina iliaca anterior superior, Tuberculum pubicum 

obturatorius1

 

Blockadetechnik

Der sehnige Ursprung des M. adductor longus wird bei leicht abduziertem und außenrotiertem Bein getastet. Die Punktionstelle befindet sich etwa 5 –10 cm unterhalb des Tuberculum pubicum unmittelbar über der Adductor longus Sehne. Der Einstich erfolgt mit ca. 45° dorsal zur Unterlage in kraniolateraler Richtung auf die Spina iliaca anterior superior. Nach 4-6 cm wird der vordere Ast des N. obturatorius erreicht, was durch die Muskelantwort aus der Adduktorengruppe sichtbar wird. Nach stufenweiser Amplitudenreduktion bis zur Schwellenstromstärke und negativem Aspirationstest werden 10 – 15 ml LA appliziert.

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Sonograpisch geführte Obturatorius-Blockade

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Zur Blockade des N. obturatorius wird das Bein praktisch identisch wie zur Durchführung einer Femoralis-Blockade gelagert.

N.B.: Beide Blockaden lassen sich häufig sinnvoll miteinander kombinieren, wenn ein Psoas-Block nicht möglich oder nicht erwünscht ist.

Aus der „Femoralis-Position" des Schallkopfes wird dieser in der Leistenbeuge nach medial verschoben. Bedeckt von den Mm. pectineus et adductor longus findet sich der ventrale Ast des N. obturatorius auf, der dorsale Ast unter dem m. adductor brevis.

Indikationen / Kontraindikationen / Nebenwirkungen

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