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Proximale Ischiadicus-Blockaden

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Bei den proximalen Ischiadicus-Blockaden, die den Nerv mehr oder minder kurz nach seinem Austritt aus dem kleinen Becken erreichen, unterscheidet man grundsätzlich Zugänge von dorsal, lateral und ventral. Sie alle sorgen zusammen mit einer Plexus lumbalis-Blockade (Psoas oder Femoralis & Obturatorius) für eine komplette Anästhesie des Beines. Zweckmäßigerweise wird man dabei aus Gründen der (Um-) lagerung des Patienten die dorsalen Zugänge eher mit einem Psoasblock kombinieren, während die lateralen und ventralen Techniken sich sinnvollerweise mit einem Femoralis- (und evtl. Obturatorius-) Block verbinden lassen.

Wo aus unserer Sicht hilfreich und praktikabel, wird bei diesen tiefen Blockaden auch auf Ultraschall-geführte Techniken eingegangen. Diese sind verglichen mit oberflächennahen Blockaden jedoch technisch deutlich anspruchsvoller.

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Parasakraler Zugang (nach Mansour)

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Anatomische Leitstrukturen

Spina iliaca posterior superior, Tuber ischiadicum, (Trochanter major)

proxi parasacral1

Transglutaealer Zugang (nach Labat)

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Anatomische Leitstrukturen

Spina iliaca posterior superior, Trochanter major, Hiatus sacralis, Tuber ischiadicum

transglueal1

Indikationen / Kontraindikationen / Nebenwirkungen

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Subtrochantärer Zugang (nach Guardini)

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subtrochantaer2Der subtrochantäre Zugang zum N. ischiadicus hat für den Patienten denVorzug , dass eine u. U. schmerzhafte Umlagerung (Trauma, Frakturen) nicht erforderlich ist. Im Vergleich zur der anterioren Blockade ist u. E. die geringere Einstichtiefe zum Nerven und das Fehlen vulnerabler Strukturen im Bereich des Stichkanales von Vorteil.

Sonograpisch geführte proximale Ischiadicus-Blockade

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Eine relativ einfach durchzuführende Form der proximalen Ischiadicus-Blockade besteht aus einer subglutealen, lateralen Annäherung an den Nerv. Diese Technik erinnert an den „klassischen" subtrochantären Zugang (s. dort). Um den Nerv in seinem Verlauf auf der Dorsalseite des Oberschenkels gut darstellen zu können, wird der Unterschenkel des Patienten zweckmäßigerweise auf einer Lagerungshilfe (z.B. Armausleger) hochgelagert. Der N. ischiadicus läßt sich meist gut aus der Kniekehlenregion nach proximal verfolgen. Anatomische Leitstruktur ist dabei der lange Kopf des m. biceps femoris, den der Nerv auf diesem Weg von medial nach lateral unterkreuzt.

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Anteriorer Zugang (nach Meier)

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anterior ischiadicus detailGenau wie beim subtrochantären Zugang ist auch bei der anterioren Blockadetechnik eine Umlagerung des Patienten nicht erforderlich.

Indikationen / Kontraindikationen / Nebenwirkungen

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Anteriorer Zugang (nach Wiegel et al.)

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anterior ischiadicus wiegel detailEine weitere, in der Praxis bewährte Möglichkeit der anterioren Ischiasblockade, stellt die Technik nach Wiegel dar. Akzidentelle Gefäßpunktionen sind mit der im Folgenden beschriebenen Variante des anterioren Zugangs relativ selten.

Sonograpisch geführte anteriore Ischiadicus-Blockade

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anterior ischiadicus sono detailDer Patient befindet sich in Rückenlage,das zu blockierende Bein wird leicht abgespreizt und in der Hüfte außenrotiert.

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