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Transglutaealer Zugang (nach Labat)

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Anatomische Leitstrukturen

Spina iliaca posterior superior, Trochanter major, Hiatus sacralis, Tuber ischiadicum

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Blockadetechnik

Der Patient wird auf die Seite gelagert, das zu blockierende Bein liegt oben. Das untere Bein ist gestreckt. Das obere Bein wird im Hüftgelenk 30-40° und im Kniegelenk 90° gebeugt, das Knie soll auf dem Tisch aufliegen, der Fuß darf nicht am Unterschenkel "eingehakt" werden. In dieser Lagerung werden zunächst der Trochanter major sowie die Spina iliaca posterior superior am dorsalen Ende der Crista iliaca ertastet und markiert. Zwischen beiden Punkten wird eine Verbindungslinie gezogen und der Mittelpunkt bestimmt. Von diesem Punkt aus wird eine senkrechte Linie nach medial gezogen und nach vier bis fünf Zentimetern die Einstichstelle markiert. Zur Kontrolle orientiert man sich an einer Verbindungslinie zwischen Trochanter major und Hiatus sacralis. Der Punktionsort liegt auf oder in unmittelbarer Nähe dieser Kontrollinie.


Nach Desinfektion und Lokalanästhesie der Punktionsstelle wird die Stimulationskanüle (Stimuplex®D, 80 mm) senkrecht zur Hautoberfläche eingestochen. Beim Vorschieben der Nadel kommt es zunächst zu Kontraktionen der Glutaealmuskulatur durch direkte Stimulation. Bei Knochenkontakt wird die Nadel zurückgezogen und nach Richtungskorrektur erneut vorgeschoben. In fünf bis acht Zentimetern Tiefe erreicht man den N. ischiadicus und löst Kontraktionen der Fußheber oder -senker aus bis die Schwellenstromstärke von 0,2 - 0,3 mA erreicht ist.

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