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Subtrochantärer Zugang (nach Guardini)

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Der subtrochantäre Zugang zum N. ischiadicus hat für den Patienten denVorzug , dass eine u. U. schmerzhafte Umlagerung (Trauma, Frakturen) nicht erforderlich ist. Im Vergleich zur der anterioren Blockade ist u. E. die geringere Einstichtiefe zum Nerven und das Fehlen vulnerabler Strukturen im Bereich des Stichkanales von Vorteil.

 

Anatomische Leitstrukturen

Trochanter major, Tuber ischiadicum

subtrochantaer1

 

Blockadetechnik

Der Patient liegt auf dem Rücken, das Bein in Neutral-Null-Stellung bzw. etwas innenrotiert. Die Punktion wird durch Unterpolstern des Unterschenkels und des Beckens erleichtert, was aber nicht zwingend erforderlich ist. Durch passives Rotieren im Hüftgelenk ist es auch bei adipösen Patienten möglich, den Trochanter major zu ertasten und zu markieren. Der Punktionsort befindet sich ca. 2 cm unterhalb und 4 cm distal des Trochanter major. Die Stichrichtung hat horizontal und wenig kranial auf das Tuber ischiadicum zu erfolgen. Zum Einsatz kommen Kanülen mit 80 bis 120 mm Länge. Die vorraussichtliche Distanz zum Nerven lässt sich im Vorfeld recht genau abschätzen, indem man den horizontalen Abstand vom Trochanter major bis zur Sartoriusloge misst. Trifft man bei der Punktion auf das Femur, muss der Einstichpunkt nach dorsal versetzt werden. Erhält man in der angemessenen Tiefe keine Stimulationsantwort, hilft meist eine Korrektur der Stichrichtung ein wenig nach ventral bei gleichzeitiger Betonung der Innenrotation in der Hüfte. Ein Schmerzkatheter kann ohne weiteres platziert werden.

 


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