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Anteriorer Zugang (nach Meier)

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Genau wie beim subtrochantären Zugang ist auch bei der anterioren Blockadetechnik eine Umlagerung des Patienten nicht erforderlich.

 

Anatomische Leitstrukturen

Spina iliaca anterior superior, Symphyse, Trochanter maior

anterior ischiadicus

 

Blockadetechnik

Der Patient liegt auf dem Rücken, das Bein liegt in Neutralstellung, keinesfalls außenrotiert wie beim Femoralisblock. Die Verbindungslinie zwischen Spina iliaca anterior superior und Symphyse wird markiert. Zu dieser Linie zieht man eine Parallele durch den Trochanter major.

Die Strecke der ersten Linie (zwischen Spina iliaca anterior superior und Symphyse) wird gedrittelt. Vom medialen Drittelpunkt aus wird eine Senkrechte nach distal gezogen. Diese Senkrechte schneidet die zweite Hilfslinie. Dieser Schnittpunkt ist der Punktionsort.

Die Finger der einen Hand tasten die Muskelloge zwischen M. rectus femoris und M. vastus medialis bzw. M. sartorius und nutzen den Femur als Widerlager. Sie drängen auf diese Weise das Gefäß-Nervenbündel nach medial, die Punktion erfolgt lateral davon. Dadurch ist das Risiko einer Gefäßpunktion gemindert. Die Stimulationskanüle wird im Winkel von ca. 75-85° zur Haut eingestochen und nach dorsocranial geführt. Im oberflächlichen Bereich ist zunächst die Stimulation von Anteilen des N. femoralis möglich. In 6-10 cm Tiefe wird die dorsale Oberschenkelloge erreicht. Bei weiterem Vorschieben trifft man auf den N. ischiadicus. Plantarflexionen (tibialer Anteil) oder Dorsalflexionen (peronäaler Anteil) zeigen die korrekte Lage der Nadelspitze an.