Toggle

Saphenus-Blockade

Drucken

Anatomische Leitstrukturen

Patellaoberrand, Mm. vastus medialis und sartorius, Alternativ: Tub. tib., med. Kopf des M. gastrocnemius, Achillessehne

saphenus1

 

Blockadetechnik

Die Loge zwischen den Mm. vastus medialis und sartorius wird etwa 2 – 4 cm oberhalb und medial der Patella ertastet. Hier erfolgt die Punktion mit der Stimulationskanüle senkrecht zur Unterlage bis ins subsartoriale Fettgewebe, wo bei einer Impulsbreite von 1,0 ms beim kooperativen Patienten elektrische Parästhesien ausgelöst werden können. Nach entsprechender Reduktion der Amplitude auf 0,3 bis 0,5 mA werden 10 bis 15 ml Lokalanästhetikum appliziert. In vielen Fällen wird der N. saphenus noch von einem Ramus muscularis des N. femoralis begleitet, der den M. vastus medialis innerviert. Dann kann die motorische Stimulationsantwort aus dem M. vastus medialis als erfolgsversprechend gewertet werden. Ein Katheter lässt sich problemlos einlegen.

Als alternative Technik, die keiner Patientenkooperation bedarf, kann eine subkutane Infiltration vom medialen Gastrocnemiuskopf bis zur Tuberositas tibiae durchgeführt werden. Grundsätzlich ist diese Infiltrationstechnik in jeder Höhe am medialen Unterschenkel möglich, wobei im distalen Anteil von der Achillessehne zur Tibiavorderkante infiltriert wird.

Sonograpisch geführte Saphenus-Blockade

Drucken

Die Blockade des N. saphenus als letztlich rein sensiblem Endast des N. femoralis erfolgt etwa 10-15 cm oberhalb des Kniegelenkes am medialen Oberschenkel. Als geeignete Punktionshöhe erscheint dabei der Eintritt des Nerven in den Adduktorenkanal.

Der Nerv begleitet in seinem Verlauf von der Leiste nach distal die A.und V. femoralis. Er liegt dabei im Adduktorenkanal dem m. adductor longus auf und wird vom m. sartorius bedeckt. Anhand dieser Strukturen gelingt die Darstellung seines Verlaufs bis zur Punktionshöhe normalerweise recht gut.

Video

Drucken

Indikationen / Kontraindikationen / Nebenwirkungen

Drucken